Hyperhidrose-Behandlung Ludwigsburg

Mit BTX-Injektionen übermäßiges Schwitzen eindämmen

Schwitzen ist eine normale Reaktion des Körpers. Durch die Bildung von Schweiß versucht er, sich Abkühlung zu verschaffen und sich so vor Überhitzung zu schützen. Doch es gibt Menschen, die nicht nur bei Anstrengung schwitzen oder wenn sommerliche Temperaturen herrschen. Sie schwitzen immer und übermäßig viel.

 

In diesem Fall liegt meist das Krankheitsbild Hyperhidrose vor, das sich in einer Fehlfunktion der Schweißdrüsen äußert. In unserer HNO-Praxis in Ludwigsburg bieten wir die Hyperhidrose-Behandlung mit BTX-Injektionen an.

Hyperhidrose-Behandlung Ludwigsburg

Schwitzen als „natürliche Klimaanlage“

Schutzfunktion des Körpers gegen eine lebensbedrohliche Überhitzung

Die Bildung von Schweiß ist eine wichtige Funktion und Reaktion des Körpers – ohne sie könnten wir nicht überleben. Indem der Körper durch seine Schweißdrüsen Feuchtigkeit entstehen lässt, die dann auf der Haut verdunstet, versucht er, die Körpertemperatur zu regulieren. Ansonsten kann es zu einer lebensbedrohlichen Überhitzung kommen.

 

Unser Körper hat größtenteils ekkrine Schweißdrüsen (auch: merokrine Schweißdrüsen). Sie geben Sekrete ab, ohne Zellbestandteile der Drüse abzuschnüren und damit auszuscheiden. Die ekkrinen Schweißdrüsen finden sich auf der Stirn, in den Achselhöhlen, an den Handflächen, Kniekehlen und Fußsohlen – und das in besonders hoher Anzahl.

 

Es gibt verschiedene Arten des normalen, sog. physiologischen Schwitzens:

Thermoregulatorisches Schwitzen

Durch Schweißabgabe sorgt der Körper dafür, dass sich seine Temperatur wieder verringert. Dies ist z. B. bei großer Hitze, bei Saunagängen, Sport oder körperlicher Aktivität der Fall.

 

Emotionales Schwitzen

Wir kennen es alle: Bei Aufregung und Nervosität, Angst (z. B. vor Prüfungen), bei klassischem „Lampenfieber“, bei Wut oder Schreck beginnen wir zu schwitzen.

 

Gustatorisches Schwitzen

Auch unsere Nahrung kann uns einheizen: Beim Kauen von sauren, sehr würzigen oder scharfen Speisen oder beim Genuss von Alkohol beginnen viele Personen zu schwitzen. Schuld daran sind Stoffwechselprozesse, die die Wärmeproduktion im Körper anregen. Man spricht hier auch von Geschmacksschwitzen.

Wenn der Körper zu sehr schwitzt

Das Krankheitsbild Hyperhidrose

Die „körpereigene Klimaanlage“ beginnt also zu arbeiten, wenn wir Sport machen, uns körperlich anstrengen oder besonders warmen Temperaturen ausgesetzt sind. Das ist eine völlig normale und auch wichtige Reaktion des Körpers.

 

Davon abzugrenzen ist das pathologische Schwitzen: Manche Menschen schwitzen immer sehr stark – unabhängig von den genannten Situationen. Dann kann das Krankheitsbild Hyperhidrose vorliegen. Ein bis zwei Prozent der Bevölkerung leiden unter diesem krankhaft vermehrten Schwitzen.

 

Es gibt verschiedene Arten bzw. Ausprägungen dieses übermäßigen Schwitzens:

 

Generelle Hyperhidrose

Die Betroffenen schwitzen am gesamten Körper übermäßig stark.

 

Palmare Hyperhidrose

Die Erkrankung betrifft die Hände.

Axilläre Hyperhidrose

Die Patienten schwitzen in den Achselhöhlen sehr stark.

 

Plantare Hyperhidrose

Das übermäßige Schwitzen findet hier im Bereich der Füße statt.

Das ständige starke Schwitzen kann verschiedene Ursachen haben: Man spricht von der primären Hyperhidrose, wenn dem vermehrten Schwitzen keine andere Grunderkrankung zugrunde liegt. Hier sind eher Emotionen und Aufregung (positiv sowie negativ), Stress oder auch körperliche Anstrengung die Antreiber. Es gibt jedoch auch Patienten, die spontan sehr stark schwitzen. Bei der sekundären Hyperhidrose ist das vermehrte Schwitzen Symptom einer anderen Erkrankung (z. B. Fieber, Infektionen, Stoffwechselerkrankungen oder Störungen/Veränderungen im Hormonsystem).

 

Die betroffenen Patienten haben also sehr oft feuchte oder sogar richtig nasse Hände oder so verschwitzte Füße, dass Socken und Schuhe durchfeuchtet sind. Bei der axillären Hyperhidrose treten große Schweißflecken unter den Armen auf, sodass viele Patienten ihre Kleidung häufig wechseln müssen.

 

Doch die große Schweißbildung ist nicht das einzige Problem bei Hyperhidrose: Die Patienten werden immer unsicherer, was den starken Schweißfluss noch mehr anregen kann. Sie schämen sich, werden scheu und besonders zurückhaltend. Viele Patienten sind auch unsicher wegen des auftretenden Schweißgeruchs. Weiterhin begünstigen die ständig nassen Hautstellen unangenehme Hautirritationen wie z.B. Entzündungen.

Hyperhidrose-Behandlung Ludwigsburg

Mit BTX können wir übermäßiges Schwitzen therapieren

„BTX – das ist doch das Mittel, das in der Faltenbehandlung genutzt wird?“, denken Sie sich jetzt vielleicht. Und Sie haben recht. BTX-Injektionen sind effektive Antifalten-Mittel, mit denen Mimikfalten wie Stirnfalten, Zornesfalten oder Krähenfüße optimal behandelt werden können. Doch der Wirkstoff kann noch mehr! Aus diesem Grund wird BTX schon lange in der Medizin genutzt, etwa um wiederkehrende Migräneattacken oder Muskelspasmen bei Patienten zu lindern.

 

Botulinum unterbindet die Erregungsübertragung eines Nervs auf den Muskel, wodurch sich dieser entspannt. In der Faltenbehandlung führt das zu einer Glättung der Falten, in der Medizin z. B. zu einer Entspannung von verkrampften Muskelpartien und somit zur Linderung der Schmerzen und Krämpfe.

Die Hyperhidrose-Behandlung mit BTX funktioniert ebenfalls durch diesen Mechanismus: Der Wirkstoff bindet sich an bestimmte periphere Nervenendungen, die Acetylcholin als Überträgerstoff nutzen, um so die Schweißdrüsen zu aktiveren. Diese Signalübertragung wird durch BTX blockiert.

 

Das Ergebnis ist eine reduzierte Sekretion der Schweißdrüsen. Im Idealfall schwitzt der Patienten nun deutlich weniger.

Hyperhidrose-Behandlung Ludwigsburg für Hände und Achseln

So funktioniert die Anti-Schwitz-Therapie mit BTX
Hyperhidrose-Behandlung der Achseln in unserer Praxis in Ludwigsburg

Extremes Schwitzen unter den Achselhöhlen kann sehr unangenehm sein, da sich schnell riesige Schweißflecken auf Hemden, Blusen, Shirts und Pullis bilden. Schweißflecken sehen nicht schön aus und können Ekel beim Gegenüber verursachen. Hinzu kommt, dass der Achselschweiß oft unangenehm zu riechen beginnt. An sich ist frischer Schweiß geruchneutral, besteht zu einem Großteil aus Wasser, in dem sich Mineralstoffe, Harnsäure, Milchsäure, Zucker und Fettsäuren mischen. Vor allem diese Fettsäure lieben die Bakterien, die vorrangig an warmen und feuchten Körperregionen wie den Achseln auf der Haut leben. Sie zersetzen die Fettsäure, wodurch u. a. Butansäure (auch: Buttersäure) entsteht. Dadurch beginnt der Schweiß zu stinken. Weiterhin mischen noch andere Bakterienarten mit: Mikrokokken (v. a. bei Frauen) und lipophile Diphtheroide (v. a. bei Männern). Weiterhin leiden viele Patienten unter Ekzemen und Pilzbefall der Haut unter den Achselhöhlen, da die ständige Feuchtigkeit Hautkrankheiten begünstigt.

 

Aus diesen Gründen ist es verständlich, dass Patienten, die unter übermäßigem Achselschweiß leiden, eine Hyperhidrose-Behandlung in Betracht ziehen.

 

Zur Vorbereitung der Hyperhidrose-Behandlung zeichnen wir ein Gitternetz auf die Haut Ihrer Achseln. Auf diese Weise markieren wir den gesamten Schwitzherd und können eine gleichmäßige Verteilung des Botulinums erreichen. Nun injizieren wir den Wirkstoff mit feinen Kanülen unter Ihre Haut – pro Achselhöhle erhalten Sie 20 bis 30 kleine Spritzen.

Hyperhidrose-Behandlung der Hände in unserer Praxis in Ludwigsburg

Ständig feuchte und schweißnasse Hände können die Aufnahme sozialer Kontakte behindern (z. B. beim Händeschütteln) und somit die Lebensqualität deutlich herabsetzen. Wenn die Hyperhidrose an den Händen besonders stark ausgeprägt ist, kann das übermäßige Schwitzen sogar die Berufswahl erschweren. Denn: Die palmare Hyperhidrose kann zu Schwierigkeiten im Umgang bzw. mit der Handhabung feuchtigkeitsempfindlicher Materialien oder elektrischer Geräte/Werkzeuge führen.

 

Ähnlich wie bei der Behandlung an den Achseln werden zur Therapie der Hyperhidrose an den Händen ca. 25 bis 50 Injektionspunkte festgelegt. Auf Wunsch erhalten Sie eine Lokalanästhesie z. B. mit einer betäubenden Creme. Im Anschluss setzen wir die Spritzen, um Ihre Schwitzherde an den Händen einzudämmen.

 

Schon nach kurzer Zeit entfaltet BTX die Wirksamkeit, die ca. sechs bis acht Monate anhält. Nach dem Nachlassen kann die Behandlung erneut durchgeführt werden.

Bild: © Olga Yastremska / de.123rf.com

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